Donnerstag, 8. Juni 2017

Der Krug geht zum Brunnen, bis er bricht.

Was für ein Tag. Leider habe ich alle Superlative schon gestern aufgebraucht, heute könnte ich sie gut gebrauchen. 

Eigentlich waren die 200 km Piste zwischen Altay und Uliastai ja als einfach und in gutem Zustand beschrieben worden, diese Information ist jedoch nicht zutreffend. Ich weiß nicht, ob wir diese Route überhaupt gewählt hätten, wenn wir vorher gewusst hätten, wie knüppelhart sie ist. So viel Geröll und vor allem so viel Sand! Wir kamen kaum über den dritten Gang hinaus und brauchten insgesamt sieben Stunden für die kurze Strecke. 

Dass keiner von uns beiden gestürzt ist, grenzt an ein Wunder. Wir waren gleichwohl mehrfach kurz davor, einmal machte sich meine Transe gar selbstständig und landete im Acker. 

Vor allem das Material war der Beanspruchung nicht gewachsen und wir hatten diverse Defekte zu beklagen. Eine abgerissene Schraube an Mattis Gepäcksystem konnten wir noch mit Bordmitteln beheben. Schluss war aber, als mein ganzer Kofferträger samt Koffer abriss. 

Glücklicherweise hatten wir uns zum Mittag zu einigen mongolischen Nomaden gesellt, die einige Zeit später mit ihrem Kleinbus bei uns auftauchten. Sie hatten den gleichen Weg; ihnen gaben wir unser ganzes Gepäck mit. Nicht wirklich entspannt, aber deutlich erleichtert nahmen wir die restliche Wegstrecke in Angriff. 

Am Abend trafen wir erneut Cecilia und Ihre Crew, deren Unterstützung es zu verdanken ist, dass wir unsere Reise ohne größere Verzögerungen fortsetzen können. Meine Träger werden morgen geschweißt. Da zu befürchten ist, dass wir bei gleichbleibenden Straßenverhältnissen weitere Defekte erleiden werden, haben wir für den verbleibenden Off-road-Teil einen Fahrer engagiert, der uns unser Gepäck zum Zielort bringt. 







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